Mantan Moreland

Bekannt für: Schauspiel71 Jahre (geb. 3. Sept. 1902)·28. Sept. 1973

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Geboren kurz nach der Jahrhundertwende in Louisiana, riss Mantan mit zwölf Jahren von zu Hause aus, um sich Zirkussen und Wanderzirkussen anzuschließen, nur um immer wieder zurückgebracht zu werden. In dieser Zeit verfeinerte er sein komödiantisches Talent und entwickelte Nummern und Darbietungen, die schließlich auf der Vaudeville-Bühne, dem sogenannten „Chitlin' Circuit“, populär wurden. Als geborener Solokünstler tat er sich oft mit anderen bekannten Komikern (wie Ben Carter) zusammen, um im Geschäft zu bleiben, und wurde ein Meister der „unbestimmten Rede“, in der sich zwei blitzschnelle Komiker mitten im Satz gegenseitig überboten, als könnten sie die Gedanken des anderen lesen (z. B.: „Sag mal, hast du gesehen …?“ „Hab ihn erst gestern gesehen … sah nicht gut aus“). Mantans Schwerpunkt verlagerte sich allmählich auf den Film, wo er zunächst in einfachen Rollen (Schuhputzer, Gepäckträger, Kellner) auftrat. Sein Talent, Menschen zum Lachen zu bringen, war jedoch unübersehbar, und schon bald avancierte er in Westernparodien im Harlem-Stil und erstklassigen Komödien zu einer festen Größe. Dort verkörperte er den abergläubischen, stets verängstigten Diener, der vor jedem drohenden Unheil floh. Morelands Filmhöhepunkt war seine wiederkehrende Rolle als Birmingham, der nervöse Chauffeur, in der „Charlie Chan“-Reihe. Dort warnte er seinen Chef unentwegt davor, sich von offensichtlich gefährlichen Fällen oder Situationen fernzuhalten. Obwohl Spukhäuser der ideale Ort für seinen stereotypen Charakter waren, sollte Mantan in den folgenden Jahren auf andere Weise von diesem Hollywood-Erfolg heimgesucht werden. In den 1950er-Jahren begannen sich die Einstellungen zur Rassenfrage zu verändern, und mit dem Aufstieg der Bürgerrechtsbewegung wurde das, was einst als urkomisch galt, nun als erniedrigend und beleidigend für Schwarze wie Weiße interpretiert. Mantan und andere, wie etwa Stepin Fetchit, wurden in Hollywood aufgrund ihrer früheren negativen Darstellungen geächtet und verspottet. Es dauerte Jahrzehnte, bis das Publikum ihm verzieh und jüngere Generationen die Komik aus der Zeit der Großen Depression vergaßen, damit der Schauspieler ein Comeback feiern konnte. Ende der 1960er-Jahre gelang ihm ein bescheidenes Comeback im Fernsehen, in Werbespots und gelegentlichen Filmen, wodurch er wieder mit Komikergrößen wie Bill Cosby, Godfrey Cambridge und Regisseur Carl Reiner zusammenarbeiten konnte. Doch dieses Comeback war nur von kurzer Dauer, denn Mantan, der lange unter gesundheitlichen Problemen litt, starb 1973 an einer Hirnblutung, gerade als er seinen neuen Erfolg genießen konnte. Heute begegnet das Publikum Moreland mit mehr Verständnis und Wohlwollen und erinnert sich an ihn als hochtalentierten Komiker, der auf seine Weise große Barrieren durchbrach und anderen schwarzen Schauspielern den Weg ebnete.

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