Bekannt für: Regie—86 Jahre (geb. 29. März 1940)
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Godfrey Reggio ist so etwas wie der Pate des meditativen Dokumentarfilms. Mit Koyaanisqatsi hat er 1983 ein Werk geschaffen, das mehr als nur Bilder und Musik ist – es ist ein Erlebnis. In seiner Karriere hat Reggio die Kunst perfektioniert, ohne Worte zu kommunizieren. Seine Filme sind eher visuelle Gedichte als herkömmliche Dokumentationen. Powaqqatsi und Naqoyqatsi folgen diesem Mantra und erweitern die thematische Tiefe seiner Arbeit. Er ist ein Regisseur, der sich nicht scheut, die Zuschauer herauszufordern. Bei Reggio gibt es keine Abkürzungen oder einfachen Erklärungen, nur die Einladung, die Welt durch seine Linse zu sehen. Visitors treibt dieses Konzept auf die Spitze, indem es einem das Gefühl gibt, als Besucher auf dem eigenen Planeten zu sein. Mit Once Within a Time hat er bewiesen, dass seine Faszination für die Symbiose von Bild und Klang ungebrochen ist. Wer sich auf Reggios Werke einlässt, erlebt Kino, das auf den ersten Blick schwer greifbar ist – aber genau darin liegt sein Reiz.


