Bekannt für: Schauspiel—72 Jahre (geb. 16. Juni 1867)·✝ 4. Jan. 1940
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Flora Finch (17. Juni 1867 – 4. Januar 1940) war eine in England geborene Vaudeville-, Bühnen- und Filmschauspielerin, die in über 300 Stummfilmen mitwirkte, darunter über 200 für die Vitagraph Studios. Finch wurde in London in eine Familie von Varieté- und Wandertheaterkünstlern geboren und kam als kleines Kind in die Vereinigten Staaten. Sie setzte die Familientradition fort und arbeitete bis in ihre Dreißiger im Theater und im Vaudeville. Ihre ersten Filmrollen hatte sie ab 1908 bei der American Mutoscope and Biograph Company. Dort arbeitete sie unter anderem mit Fatty Arbuckle, Mack Sennett (mit dem sie kurzzeitig eine Liebesbeziehung hatte) und Charlie Chaplin zusammen. Ab 1910 arbeitete sie bei Vitagraph und drehte dort mit John Bunny den ersten von 160 sehr populären Kurzfilmen, die zwischen 1910 und 1915 entstanden. Diese Kurzfilme, bekannt als „Bunnygraphs“, „Bunnyfinches“ und „Bunnyfinchgraphs“, etablierten Finch und Bunny als erstes populäres Komikerduo im Film. Das Duo wurde kurzzeitig zum Trio, als Mabel Normand ins Studio kam. Nach Bunnys Tod 1915 drehte sie weiterhin Komödienkurzfilme, allerdings mit weniger Erfolg. Sie gründete ihre eigene Produktionsfirma, „Flora Finch Productions“, konnte aber nie wieder an ihre früheren Erfolge anknüpfen. Eine ihrer bekanntesten Rollen in den späteren Stummfilmjahren war die der Tante Susan in Paul Lenis „Die Katze und der Kanarienvogel“ (1927). In der Tonfilmära fand sie zwar Arbeit, spielte aber nur kleine Nebenrollen. In „Der scharlachrote Buchstabe“ (1934) spielte sie eine ihrer bedeutenderen Rollen in Tonfilmen, und sie hatte einen Cameo-Auftritt in einem der bekanntesten Filme von Laurel und Hardy, „Way Out West“ (1937). Ihr letzter Film war „Die Frauen“ (1939).




