Sheldon Leonard

Bekannt für: Schauspiel · 89 Jahre (geb. 22. Feb. 1907) · 10. Jan. 1997

Sheldon Leonard Bershad (22. Februar 1907 – 11. Januar 1997) war ein US-amerikanischer Film- und Fernsehschauspieler, Produzent, Regisseur und Drehbuchautor. Er wurde in Manhattan, New York City, als Sohn der jüdischen Mittelklasseeltern Anna Levit und Frank Bershad geboren. 1929 schloss er sein Studium an der Syracuse University ab. Als Schauspieler spezialisierte sich Leonard auf Nebenrollen, insbesondere auf Gangster oder „Ganoven“, in Filmen wie „Ist das Leben nicht schön?“ (1946; als Barkeeper Nick), „Haben und Nichthaben“ (1944), „Guys and Dolls“ (1955) und „Open Secret“ (1948). Sein Markenzeichen war sein besonders starker New Yorker Akzent, den er meist seitlich aussprach. In „Decoy“ (1946) nutzte Leonard seine „Ganoven“-Persona, um den hartgesottenen Polizeidetektiv Joe Portugal zu verkörpern. Von 1945 bis 1955 spielte Leonard im Radio einen exzentrischen Wettprofi in der „Jack Benny Show“ und später in der gleichnamigen Fernsehserie. Seine Aufgabe war es, Benny in Bahnhöfen, an Straßenecken oder in Kaufhäusern unangekündigt zu grüßen („Hey Kumpel, komm mal her!“), ihn nach seinen Plänen zu fragen und ihn dann mit absurden und irrelevanten Argumenten aus der Welt der Pferderennen von seinem Vorhaben abzubringen. Als „Wettprofi“ gab er nie Informationen über Pferderennen preis, es sei denn, Jack verlangte sie. Eine seiner Ausreden war: „Wer kennt sich schon mit Pferden aus?“ Leonard gehörte zum Sprecherensemble der Radiosendung „Damon Runyon Theatre“ (1948–1949). Er war Teil des Ensembles der Radiosendung „Martin and Lewis“. Außerdem trat er häufig in „The Adventures of the Saint“ auf, oft als Gangster und Ganoven, aber auch gelegentlich in positiveren Rollen. Leonard war in den 1940er Jahren auch regelmäßig in der Radio-Comedyserie „The Adventures of Maisie“ zu hören. In den 1950er Jahren lieh er dem faulen Kater Dodsworth in zwei Warner Bros. Merrie Melodies-Cartoons unter der Regie von Robert McKimson seine Stimme. Im Abenteuerfilm „The Iroquois Trail“ (1950) spielte Leonard gegen sein übliches Rollenbild die bedeutende Rolle des Häuptlings Ogane, eines indianischen Kriegers, der den Trapper Nat „Hawkeye“ Cutler (George Montgomery) verfolgt und in einem finalen Duell mit Messern bis zum Tod bekämpft. Später in den 1950er und 1960er Jahren etablierte er sich als Produzent erfolgreicher Fernsehserien, darunter „The Danny Thomas Show“ (auch bekannt als „Make Room For Daddy“) (1953–64), „The Andy Griffith Show“ (1960–68) und „Gomer Pyle U.S.M.C.“ (1964–69), The Dick Van Dyke Show (1961–66) und I Spy (1965–68). Er führte auch bei mehreren Fernsehserien Regie, darunter bei vier der ersten acht Folgen der Serie Lassie (Staffel 1, 1954). Leonard lieh Linus Löwenherz in einer Reihe von Werbespots für Post Crispy Critters-Müsli (1963–64) seine Stimme, woraus eine Linus-Zeichentrickserie entstand, die samstags (und später sonntags) morgens auf CBS (1964–66) und ABC (1967–69) ausgestrahlt wurde. Kurzzeitig hatte er auch seine eigene Fernsehshow „Big Eddie“ (1975), in der er den Besitzer einer großen Sportarena spielte. Die Show wurde nach nur zehn Folgen abgesetzt.

Filmografie

16 Titel
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