Ian Holm
Bekannt für: Schauspiel
Vor seiner Karriere als Film- und Fernsehschauspieler war Holm Mitglied der Royal Shakespeare Company. 1965 spielte er für die BBC-Verfilmung der Der Krieg der Rosen-Stücke (Heinrich VI. Teil 1–3 und Richard III.) Richard III. Er spielte außerdem in einer großen Anzahl von Shakespeare-Stücken (unter anderem Romeo, Heinrich V., Puck und Troilus) und machte sich einen Namen als herausragender Darsteller. Als er 1979 in dem Hollywood-Film Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt und 1981 in dem Oscar-Gewinner Die Stunde des Siegers mitwirkte – Holm war für die beste Nebenrolle nominiert – war er in Großbritannien bereits ein Star. Für Die Stunde des Siegers erhielt er außerdem noch einen Darstellerpreis bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 1981. Auch in den Vereinigten Staaten erreichte er durch seine Darstellungen – vor allem in Shakespeare-Stücken – schon bald große Popularität. Er wirkte außerdem in vielen Fernsehproduktionen mit, unter anderem als Napoleon Bonaparte, Heinrich Himmler oder Joseph Goebbels. 1981 und 1985 war er in Terry Gilliams Kultfilmen Time Bandits und Brazil zu sehen. Außerdem übernahm er die Hauptrolle in der Kinderbuch-Verfilmung Ein Fall für die Borger als Fernsehserie. Gemeinsam mit Kenneth Branagh und Emma Thompson stand er 1989 in Branaghs Regiedebüt Henry V. vor der Kamera. Im gleichen Jahr wurde Holm ein Commander of the British Empire. Einen großen Erfolg hatte er 1997 mit Luc Bessons Science-Fiction-Film Das fünfte Element. 1998 wurde er von Königin Elisabeth II. aufgrund seiner Verdienste zum Ritter geschlagen. Seitdem darf er sich Sir nennen. 2001 war er an der Seite von Johnny Depp in From Hell zu sehen, außerdem spielte er in Der Herr der Ringe: Die Gefährten, Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs, Der Hobbit: Eine unerwartete Reise und Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere die Rolle des Bilbo Beutlin. Bereits 1981 hatte er in einem Herr der Ringe-Radiohörspiel die Rolle des Frodo Beutlin gesprochen. 2004 war er in Roland Emmerichs Katastrophenfilm The Day After Tomorrow zu sehen, im folgenden Jahr übernahm er eine Rolle in Martin Scorseses Film Aviator. 2006 stellte er in Oh Jerusalem den israelischen Staatsgründer und Ministerpräsidenten Ben Gurion dar. Ian Holms markante Stimme ist vor allem in Großbritannien sehr bekannt, da er häufig als Erzähler, Kommentator und Sprecher von Dokumentationen zum Einsatz kommt. Privat Von 1955 bis 1965 war er mit Lynn Mary Shaw verheiratet, mit der er die Töchter Jessica und Sarah-Jane hat. Aus der Beziehung zur Fotografin Bee Gilbert stammen Sohn Barnaby Holm (* 20. Februar 1967), der ebenfalls Schauspieler ist, und Tochter Melissa. Von 1982 bis 1986 war er mit der Schauspielerin Sophie Baker verheiratet, mit der er Sohn Harry (* 1981) hat. Von 1991 bis 2001 war Ian Holm in dritter Ehe mit der Schauspielerin Penelope Wilton verheiratet. Seine derzeitige (vierte) Gattin ist seit Dezember 2004 Sophie de Stempel.
Filmografie
40 Titel
NOVA
1974

Der Herr der Ringe - Die Gefährten
2001

Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs
2003

Der Hobbit - Die Schlacht der fünf Heere
2014

Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt
1979

Ratatouille
2007

Der Hobbit - Eine unerwartete Reise
2012

Das fünfte Element
1997

Aviator
2004

Jesus von Nazareth
1977

The Day After Tomorrow
2004

Lord of War - Händler des Todes
2005

Holocaust
1978

eXistenZ
1999

Brazil
1985

From Hell
2001

Garden State
2004

Im Westen nichts Neues
1979

18 Stunden bis zur Ewigkeit
1974

Greystoke - Die Legende von Tarzan, Herr der Affen
1984

Time Bandits
1981

Eine andere Frau
1988

Naked Lunch
1991

Mary Shelleys Frankenstein
1994

Der Mann der 1000 Wunder
2000

Chromophobia
2006

Die Stunde des Siegers
1981

Farm der Tiere
1999

Robin und Marian
1976

Lebe lieber ungewöhnlich
1997

Hamlet
1990

Big Night - Nacht der Genüsse
1996

Henry V
1989

Der Mann mit der eisernen Maske
1977

King George - Ein Königreich für mehr Verstand
1994

Nikolaus und Alexandra
1971

Das süße Jenseits
1997

Nessie - Das Geheimnis von Loch Ness
1996

Die Prophezeiung
2000

Kafka
1991